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A Storm of His Own - Die Geschichte des Monsun xx
Passagen übernomen aus "Thoroughbred Times", 19. August 2006, Text von Robert D. Fierro, USA
Einer der Grundsätze für Vollblutexperten unserer Zeit lautet: bestehen Zweifel, dann lies bei Francesco Varola nach. Sollten nach der Lektüre immer noch Fragen bestehen, empfielt sich ein Anruf bei Ned Moore. Letzeres müssen fast alle amerikanischen Turfexperten machen, wenn sie auch nur den Ansatz einer Ahnung bei ausländischen Pedigrees haben wollen...ich bekam die Aufgabe, das Pedigree des Hengstes Monsun zu durchleuchten, denn mit einfachen Statistiken läßt sich der bahnbrechende Erfolg des Hengstes aus Deutschland nicht mehr erklären. Ein Blick ins Papier war von Nöten, und damit ein Griff zum Telefon. Immerhin hatten wir schnell rausgefunden, daß sein Name auf englisch genau das bedeutet, nachdem es sich anhört: "monsoon".
Monsun tauchte nach einer Reihe erstaunlicher Erfolge seiner Nachkommen auf unserem Radar auf. Da waren Schiaparelli, Sieger des Deutschen Derbys 2006, Shirocco, Sieger des 2005er Breeder's Cup Turf und des 2006er Coronation Cups in Übersee, oder auch Noble Stella, die unlängst während der 2006er Breeder's Cup Saison etliche Gruppe I Rennen in den USA für sich entschied. Monsun ist Deutschlands führernder Vererber, und einer der besten auf der Welt; für uns also eine Herausforderung, der Genetik dieses Ausnahmehengstes auf die Spur zu gehen.
Varola ist der Autor zwei der wichtigsten Studien über die Korrelations von Genetik und phsyischen Möglichkeiten. "Typology of the Racehorse" und "The Funktional Development of the Racehorse" sind seine Meisterwerke. Eine der Kernaussagen des Autors ist, daß es neben der These der "horses for courses" (also Pferden, denen bestimmte Geläufe mehr liegen als andere) ebenso auf die mentalen Eigenschaften eines Rennpferdes ankommt, und im Falle eines Hengstes, diese eben auch weiterzugeben. Woher also kommt dieser sensationelle Aufritt der Monsun-Kinder, die in wenigen jahren die Trufs in Italien, Frankreich, Deutschland, England und, ja, auch den USA, geradezu im Sturm erobern? Als Einleitung wähle ich Varolas ersten Absatz aus Kapitel 11 (The geographic adaption of behaviours), der als Hypothese in den Raum wirft, daß regionale Unterschiede in sozialen System der Menschen sich unausweichlich auf die Züchtung ihrer Rennpferde ausweiten. Anmerkung der Fontana Syndikatler: wir finden diese These durchaus sehr gewagt, und waren erst baff erstaunt, was politische Systeme und Sozialstrukturen mit Pferden zu tun haben, konnten dann aber doch anhand der folgenden Abhandlungen einen gewissen Aspekt nicht verleugenen!
Varola fährt fort, daß die Beispiele aus England und Frankreich seine Hypothese schön unterlegen. In England, wo seit jeher eine gewisse Schichtenbildung in Bevölkerungsgruppen nicht ausgeschlossen werden kann, auch die Pferde streng unterteilt in Gruppen (Steher, Klassiker, Sprinter, etc) gezüchtet wurden. Frankreich hingegen, dessen System grundsätzlich egalitär gehalten wurde, hat einen breite Masse an Rennpferden die im Prinzip alle gleich sind und alle nach gleichem Muster gezogen werden. Und wie sieht Varola die deutschen Vollblüter? "Deutsche Vollblüter, um es mal einfach auszudrücken, sind im Prinzip wie Englische Vollblüter nur ohne die Nuancen". Er fährt fort: "Bis in die 70er Jahre gab es in Deutschland nur eine Art Vollbüter, und die war grundsätzlich dunkelbraun und vom gleichen Typ. Nachdem deutsche Züchter dann erhebliche Einflüsse von außen in ihre Stutenstämme gebracht hatten, war ich mir nicht mehr sicher, ob sie damit der Vollblutzucht einen großen Gefallen getan hatten, denn die daraus resultierenden Pferde, die wiederum ins Ausland gelangten, waren in ihrer Vererbung so dominant, das ausländische Vollblüter oft eine Art "Schockbehandlung" erfuhren, wenn sie mit deutschen Pferden gekreuzt wurden. Eindeutig bliebt oft die Schlagkraft und Ausdauer auf der Strecke."
Der deutsche Einfluss
Das ist harter Tobak. Vor dem obenbeschriebenen Hintergrund und der Korrelation von Heimat und Vollblut kommt man nicht umhin eine gewisse Parallele zwischen den deutschen Vollblütern und ihren Züchtern zu sehen. Deutsche Zuchtstuten erfreuen sich heute erheblichen Einflusses in der Welt und sind aus den größten Gestüten nicht mehr wegzudenken. Varola basiert das darauf, daß "deutsche Eigenschaften extrem anpassungsfähig sind. Das deutsche Vollblut folgt im Prinzip dem Muster der deutschen Bevölkerung, die über die Jahrhunderte immer wieder neue Regionen erschliessen musste, ständig in Bewegung war, aber geographisch stark eingeschränkt war. Ähnlich wie die deutschen Auswanderer, von Nordamerika bis Brasilien. Nicht nur die Anpassungsfähigkeit war erstaunlich, sondern auch die Fähigkeit, in Familienverbände einzuheiraten." Und wie steht das nun im Zusammenhang mit Monsun? Während der Hengst mit klassisch deutschen Stuten schon Beachtliches geleistet hatte, sind seine international hervorstechenden Nachkommen Resultate wilder "Mischehen", wenn man so will. Aus welchen Gründen auch immer, ist dieser Hengst ind er Lage, einmalige Qualitäten der bodenständigen deutschen Zucht sehr dominant in moderne Pedigrees zu tragen, die unweigerlich der Grund für die Klasse seiner Kindern sind. Schon beim Namen der männlichen Linie fängt die Dominant an. Monsun selber, benannt nach einem heftigen Sturm, stammt ab vom "Stuhl der Könige" (Anmerkung von uns: hier muss man verzeihen, daß es sich um eine englische Übersetzung handelt und der Autor des Originals mit dem Wort "Königsstuhl" wenig anfangen kann und sein Heil in der Flucht in wort-wörtliche Übersetzungen geducht hat!). Dschingis Khan war der große mongolische Eroberer und das passte auch gut, denn sein Erzeeuger, Tamerlane, steht für den persischen Namen des mongolischen Steppenbarons Timur. Nicht verwunderlich also, daß dessen Vater "Persian Golf" war... Alle drei waren außergewöhnliche Hengste und Vererber, und waren die Aushängeschilder der besten klassischen Hengstlinie des 20. Jahrhunderts, Swynford (1907), dessen 1919 geborener Sohn Blanford 4 Epson Derby Sieger hervorbrachte, inklusive dem ungeschlagenen Bahram, der die englische Triple Crown gewann. Bahram war der Vater des Person Golf. In der Tat, ein Bilck auf das Bild von Monsun zeigt in verblüffender Weise große Ähnlichkeit mit den Blanford Nachkommen des 20. Jahrhunderts. Selbiger wurde vom großen englischen Experten Sir Charles Leicester in seinem Werk "Bloodstock Breeding" als "fast makellosen Exemplar seiner Zucht" beschrieben, und das, obwohl er "leicht vorderbiegig war - nicht das selbiges ein Fehler wäre!".
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Persian Gulf
Eastern Express |
v. Bahram
v. Nearco |
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Neckar
Donatella |
v. Ticino
v. Allgäu |
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Tornado
Scarlet Skies |
v. Tourbillon
v. Blue Skies |
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Olymp
Kaiserkrone |
v. Arjaman
v. Nebelwerfer |
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Birkhahn
Lis |
v. Alchimist
v. Masetto |
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Reliance II
Suncourt |
v. Tantieme
v. Hyperion |
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Aureole
Virtuous |
v. Hyperion
v. Above Suspicion |
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Kaiseradler
Motette |
v. Nebelwerfer
v. Burgeff |
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Vielleicht ist Monsun ein wenig länger im Rücken, aber er entspricht immer noch der Klasse eines 50er Jahre Europäischen Vererbers. Er ist wahrlich ein würdiger Nachfolger einer Hengstlinie, die außerhalb Deutschlands fast komplett verschwunden ist. Blandfords Linie erfreute isch kurzer Popularität in den USA in den 40er Jahren bis hin in die 60er, durch seinen überragenden Sohn Blenheim II, den Vater des 1941er Tripe Crown Siegers Whirlaway. Blenheim II, der schon die tolle Stute Mumtaz Begum (Mutter von Nasrullah und Großmutter von Royal Charger) gebracht hatte, ebenso wie deren engen Verwandten Mahmoud (Sieger im Epsom Derby 1936), wurde ein hochgradig einflussreicher Stutenmacher in den USA, aber heute ist seine Linie nur noch an einem hauchdünnen Faden am Leben. Bahram war noch weniger lange vertreten; mit Persian Gulf kam sein einziger, wirklich lange anhaltender Einfluss auf der Vaterseite, obwohl sein Sohn Big Game ein wirklich guter Stutenvater war. Etwas Würze erhält die Linie in Monsuns Pedigree durch die Verbindung mit Tiepoletto, dem Muttervater des Königsstuhl. Der war aus einer Blue Skys Tochter, einem Sohn des Blandford.
Monsuns Pedigree besticht vor allem durch eins: Namen, die kein Mensch in Amerika oder der international Szene kennt. Dschinghis Khan kam aus einer Tochter des Hengstes Neckar (wahrscheinlich dem besten Hengst des 20. Jahrhunderts in Deutschland!), und Neckars Vater war ein weiterergroßer Vererber: Ticino. Seliber erscheint noch zweimal im Papier. Sein Vater, Athanasius hat einen so ungewöhnlichen Hintergrund für uns Amerikaner, daß ich die Diskussion an dieser Stelle meinen Lesern ersparen möchte, und lieber auf einen anderen, wichtigen Aspekt des Pedigrees kommen möchte. (Anmerkung von uns: die Linie des Athanasius ist natürlich aus deutscher Sicht nicht nur höchstwichtig, sondern hat in Ferro xx - Landgraf xx auch wirklich erstklassiges zu bieten. Den Derbysieger Abendfrieden xx beispielsweise...ohne den gäbe es keinen Perser xx, keinen Pindar xx, keinen Pik As xx...). Da wäre zum Beispiel Tourbillon. Dieser außergewöhnliche französische Hengst hatte seinen stärksten Einfluß in den 50er und 60er Jahren, u.a. mit My Babu und Ambiorix in den USA und unzähligen anderen in Europe, z.B. Djebel. Tourbillon zeugte Tornado, dessen Sohn Tiepoletto schon als Muttervater des Königsstuhl erweähnt wurde. Der Adel und der leicht lange Rücken in Monsuns Foto könnten wohl von Tourbillon stammen, aber es geht noch weiter mit zwei Kreuzungen auf den großen Hyperion, womit sich diese Exterieureigenschaften eventuall auch erklären lassen. Auf der anderen Seite gibt es auch noch 4 Kreuzungen auf Herold, und auch eine Vollgeschwisterpaarung (Anmerkung von uns: es handelt sich dabei um die Stute Kaiserkrone und den Hengst Kaiseradler), die uns vielleicht eher erklären, wieso trotz des internationalen Erfolgs des Monsun, der Hengst in Wirklichkeit ganz und gar ein Kind der rheinischen Scholle ist.
"Herold", fragen Sie sich? Herold war ein Sieger des deutschen Derbys, und stammte von Dark Ronald, einem außergewöhnlich einflussreichen Hengstes, der vor allem Härte und Stehvermögen dominant weitergab. Seine Hengstlinie ist auch heute noch die wichtigste in Deutschland. Fon oben nach unten brachte Herold den Hengst Arjaman, dessen Tochter Nixe die Mutter des oben beschriebenen Neckar wurde. Arjamans Sohn Olymp war der Vater der 2. Mutter des Köhnigstuhl, ebenso wie der Vater des Masetto, dessen Tochter Lis den Hengste Literat brachte, Vater des Surumu. Literat stammte vom deutschen Derby Sieger Birkhahn, einem Sohn eines weiteren, immens wichtigen deutschen Hengstes, Alchimist - der von Herold abstammte! Das ist ein wahrlich hoher Anteil an Dark Ronald Blut in den Adern eines Hengstes. Es ist auch sehr typisch für die deutsche Zucht! Und es geht weiter....Kaiserkrone, die dritte Mutter des Königsstuhl, und Kaiseradler, der Vater der dritten Mutter von Monsun, waren Vollgeschwister. Nebelwerfer stammte ab von Magnat, einem Sohn des Franzosen Asterus, dem erfolgreichsten Teddy-Sohn in Europa. Magnats Muttervater war von - Überraschung!!! - Dark Ronald. Und Bubbles, der Muttervater der beiden Vollgeschwister, stammte ab von La Farina, einem der ganz großen französischen Steherhengste. Wenn man jetzt mal das Pedigree aus diesem neuen Blickwinkel betrachtet, sieht man klar und deutlich warum es in Amerika so gut wie keine Pferde in den Paddocks gibt die so aussehen, oder sich so verhalten, wie Monsun!
Das Top Rennpferd
Deutschland kam Anfang der 90er Jahre langsam aus seiner Isolation, was die Rennszene anging. In dieser Atmosphäre lief Monsun als hervorragendes Rennpferd zu Höchsformen auf. Er lief sein Leben lang fast ausschließlich in Deutschland (15 seiner 17 Starts) und gewann so ziemlich gegen jedes Pferd, das ihm vorgesetzt wurde. Zweijährig nicht am Start, war sein erster Auftritt 3jährig gleich beim Großen Preis der Steigenberger Hotels (2.000m), den er gewann. Er siegte in der selben Saison im Großen Hertie Preis von Deutschland (2.200m) und landete hinter dem wohl besten Galopper der Dekade, Lando, im deutschen Derby mit 2 Längen geschlagen auf Platz 2 (2,400m). Seine beiden nächsten Starts müntze Monsun wieder in Siege um, beim Aral Pokal (2,400m) und dem ultimativen deutschen Test, dem Europa Preis, wo er Kornado und Sternkönig, zwei Klassepferde dieser Zeit, besiegte. Monsun begann dann seine Laufbahn als 4jähriger, indem er seine Konrurrenz im Gerling Preis komplett an die Wand spielte, nur um dann beim Rennen in Epsom Downs zu enttäuschen (6. Platz, um 4 Längen geschlagen). Der Trip nach England hatte wohl doch etwas mehr Wind aus den Segeln genommen, denn im nachfolgenden Preis der Privatbankiers Merck, Finck & Co. unterlag er Sternkönig, kam aber vor Lando ins Ziel. Er besiegte Lando nochmal im Aral Pokal, wo er als zweiter hinter dem englisch-trainierten River North ins Zile kam. Lando siegte dann aber beim Großen Preis von Baden-Baden, wo Monsun als 2. einlief. Drei Wochen später, in Köln, war er dann einer von nur wenigen Galoppern, die den Europa-Preis in zwei aufeinanderfolgenden Jahren gewinnen konnten. Er wurde dann nach Longchamps geschickt, wo er die Saison sehr gut als zweiter hinter dem englischen Toppferd Sunshack im Prix du Conseil de Paris beendete. Monsuns letzte Saison begann vielversprechend mit einem weiteren Sieg im Gerling Preis, aber er verlor deutlich im Großen Preis der Wirtschaft in Baden-Baden. Nach einem Sieg im Hansa Preis über die gleiche Distanz wurde seine Karriere dann abrupt beendet, nachdem beim Aral Pokal nur ein enttäuschender 5 Platz (aus 7) heraussprang.
Die "M-Klasse"
Monsuns andere große Qualität liegt in seiner Stutenfamilie begründet. Deutschland ist eins der Länder, deren Vollblüter mit dem Anfangsbuchstaben der Mutter beginnen. Seine Mutter, Mosella, war selber siegreich auf der Bahn und war Deutschlands "Zuchtstute des Jahres 1993". Ihre Mutter Monasia von Authis, einem sehr guten Steher, war ebenfalls siegreich und prouzierte auch noch zwei Sieger, wenn auch in niedrigeren Grupperennen.Die nächste Mutter, Monacensia, ware ine Tochter des Kaiseradler, der wirklich der absolute Stützpfeiler dieses Pedigrees ist. Monacensia's Tochter Monacchia produzierte drei Gruppe I Sieger, inklusive Majorität v. Königsstuhl, die dreijährige Stutenkönigin Deutschlands 1987. Majorität ist die Großmutter der 2000er Handicapp Siegerin Moonlady v. Platini in Deutschland. Die Familie hat tatsächlich seit Monsun eine Explosion an Black Type Pferden erfahren, die man ihr sonst wohl nicht zugetraut hätte. (Anmerkung von uns: Black Type beschreibt Gruppesieger). Monsun stand auf einmal im Mittelpunkt mit seinem Sohn Samum aus seinem ersten Jahrgang (Mutter v. Old Vic). Samum siegte u.a. im Deutschen Derby und im Großen Preis von Baden-Baden. Er war der erste von 8 Handicapchampions und der erste von 3 Derbysiegern die Monsun zum Vater haben...und die Uhr tickt ja noch! Samum's zwei Jahre jüngere Vollschwster Salve Regina gewann den Preis der Diana-Deutsches Stutenderby und wurde 2. im Deutschen Derby. Die beiden wurden nun noch ergänzt duch Schiaparelli, der das 2006er Deutsche Derby eindrucksvoll für sich entscheiden konnte. Auch er ist ein Vollbruder, und sollte wohl dieser Anpaarung die Goldplakette in der "Passerpasrung Hall of Fame" verpassen können. Der letzte Kommentar soll gar nicht so zynisch klingen, wie er das vielleicht tut. Fakt ist, Monsun's Kinder sind ganz besonders dann überragend, wenn sie echten Outcross Verbindungen entspringen. Sein derzeit bester Sohn, Shirocco, stammt aus einer Mutter von The Minstrel, einem Sohn des Norther Dancer. Selbiger ist auch der väterliche Großvater von Old Vic, dem Muttervater der drei deutschen Derbysieger. Shiroccos nächste 3 mütterlichen Väter sind Tap of Wood, Prince Tenderfoot und Mossborough, so daß man bei dem 2005er Breeder's Cup Sieger ganz sicher von einer Outcross Anpaarung sprechen kann.
Ähnlich steht es bei Noble Stella, die jüngst die Konkurrenz beim New Yorker Breeder's Cup Handicap schockte. Ihr Mutter stammt von Dashing Blade, einem Enkel des Shirley Heights; ihre zweite Mutter stammt von einem Sohn des Viceregal (v. Northern Dancer). Nicht alle Monsun Kinder sind ausgesprochende Steher und Langstreckenspezialisten, aber es scheint angebracht zu spekulieren, daß es gerade der Mix der schnellen amerikanischen Sprinter mit dem Stehvermögen und der Härte der deutschen Väter ist, die Monsun zu so einem außergewöhnlichen Passer machen. Auch das 2006er Derby in Italien wurde von einem Monsun-Sohn gewonnen, Gentlewave, der ebenfalls im irischen Derby als 2. über die Ziellinie kam (die Mutter stammt von Saumarez - Anmerkung von uns: stammt aus der Bold Ruler Dynastie).
Bis heute hat Monsun 51 Gruppe I Sieger produziert, von gerade mal 307 Fohlen, die bis zum 8. August 2006 geboren wurden. Das ist eine spektakuläre Trefferquote von 16,6%; eine Quote, die die Welt seit Northern Dancer und seinen Söhnen in den 80er Jahren nicht mehr gesehen hat!!
Die Kombination der Sprinter mit den klassischen deutschen Galoppern, die ihre Gegner auf langen Distanzen ermüden, unglaublich hart sind und trotzdem am Ende immer noch ihren Motor finden, könnten ein grandioses Erfolgsrezept für die Zukunft sein. Gut für die Deutschen, daß sie jahrelang an diesem Typ Pferd festgehalten haben, denn der klassische europäische Steher ist weitestgehend ausgestorben. Wie auch immer die Antwort am Ende aussieht, eins bleibt sicher: Varula hat meinstes doch Recht!
Unser Kommentar: dem ist nichts hinzuzufügen. Wir freuen und über die Anerkennung der deutschen Rennszene, und sehen uns auch in unseren Thesen bestätigt, daß es die deutschen Vollblutlinien gepaart mit ihrer auf Langstrecken ausgelegten Eignung auch in den Warmblutzuchten immer leichter haben werden. Viel Erfolg weiterhin und beste Wünsche an das Gestüt Schlenderhan und den großen Monsun!!! |
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